Die Fastenzeit

Die Fastenzeit dauert 40zig Tage und bezeichnet den sieben wöchigen Zeitraum vor Ostern. Die Fastenzeit beginnt an einem Mittwoch (Aschermittwoch) und endet in der Osternacht (Dienstag nach dem 6. Sonntag vor Ostern). Die Sonntage zählen nicht zur Fastenzeit.

Die Fastenzeit bezieht sich auf das Leiden und Fasten Jesus in der Wüste (Mt 4, 2). Die Kirche legte im Bezug darauf eine 40zig tätige Fastenzeit fest. In der Bibel findet man diesbezüglich mehrere Textpassagen.

Ostern, dass Ende der Fastenzeit, bedeutet gleichzeitig die Wiederauferstehung von Jesus.

Der Beginn der Fastenzeit liegt auf einem Mittwoch und das Ende der Fastnachtszeit auf dem Dienstag nach dem 6. Sonntag vor Ostern (Invocabit). Als die Synode von Benevent 1091 die Sonntage in der Fastenzeit als Gedächtnistage der Auferstehung Jesu vom Fasten ausnahm, rückte deshalb der Beginn der Fastenzeit um 6 (Wochen-) Tage vor. Die Fastnacht endet seitdem am Dienstag nach dem 7. Sonntag vor Ostern (Estomihi) und die Fastenzeit beginnt mit dem folgenden Mittwoch, dem Aschermittwoch.

Die Fastenzeit wird von der Kirche vorgegeben. Besonders im Mittelalter waren die Christen an die Fastenzeit gebunden. Auch Kinder mussten fasten.